Was ist Spontangärung?

Kann Traubensaft ganz spontan zu Wein werden? Im Prinzip ja!

Die Brotbäckerin und Brotbäckerinnen unter Ihnen wissen: Je öfter man in der eigenen Küche Sauer- oder Hefeteig ansetzt, desto schneller und besser gärt er. Das hat nichts oder nur wenig mit Übung zu tun, sondern vielmehr mit der unglaublichen Hartnäckigkeit von Hefe. Hefezellen vermehren sich nicht nur blitzschnell, sie nisten sich auch überall ein, wo sie hinkommen. So wimmelt es in der Küche aller Hobbybackenden nur so von Hefe, auch wenn diese fürs Auge unsichtbar ist.

Dasselbe Phänomen kennt der Winzer. Hefezellen kommen in seinen Weinbergen vor, wo sie auf den Trauben sitzen, sowie im Keller, wo der Traubensaft zu Wein vergoren wird. Dieser Vorgang wäre ohne Hefe gar nicht möglich: Bei der Gärung fressen sich die Hefezellen sozusagen durch den Zucker im Most und verwandeln ihn in Alkohol. Nun hat der Winzer die Wahl: Kauft er spezielle Weinhefe ein, so wie der Bäcker die Backhefe, oder macht er sich die natürlich vorkommende Hefepopulation im Rebberg und Keller zunutze? Letztere Methode nennt man, genau: Spontangärung. Wie sie genau funktioniert, zeige ich Ihnen im Video.

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