Was ist Terroir?

Terroir, ein Marketing-Gag? Nein, ganz real. Eine einfache Erklärung.

Mit kaum einem Begriff wird so gerne für Wein geworben wie mit dem Wörtchen Terroir. «Ein tolles Terroir!» «Ein echter Terroirwein!» Jeder hat’s schon mal gehört – aber was ist eigentlich Terroir?

Ganz einfach: Terroir, das sind sämtliche Faktoren, die dafür sorgen, dass der Wein so wird, wie er ist. Der Boden mit seinen Mineralstoffen und seiner Fähigkeit, mehr oder weniger Wasser zu speichern. Das Wetter mit Regen, Sonne oder Wind, kühlen oder heissen Sommern, welche die Trauben mehr oder weniger reifen lassen. Die Ausrichtung des Weinbergs, am Hang oder in der Ebene, nach Süden oder Osten. Der wichtigste Faktor im Puzzle Terroir aber wird meist vergessen: der Mensch. Und mit ihm die überlieferten Winzertraditionen, die er mit in seine Arbeit bringt. Jede Entscheidung, die er fällt – wie beschneide ich die Reben, wann ernte ich die Trauben, mit welcher Hefe vergäre ich den Wein, wie lange lege ich ihn ins Fass? – schmeckt man schlussendlich im Wein. Und so soll es sein. Denn sonst wären ein Schweizer und ein Kalifornier völlig austauschbar. Und das wäre doch schade, oder?

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