Ist Biowein besser?

Bio boomt – ich erkläre Ihnen, was hinter dem Label steckt.

Kaum eine Frage wird mir öfter gestellt als diese: «Ist Biowein eigentlich besser?» Ich antworte immer: «Ja und nein.» Denn die Frage ist wie die meisten Dinge im Leben ziemlich komplex.

Es beginnt schon bei der Formulierung. Was viele Fragesteller wirklich meinen ist: Schmeckt Biowein – rein geschmacklich – besser als Wein aus konventionellem Anbau? Die Antwort darauf lautet: nicht unbedingt. Schliesslich spielen viele Faktoren mit, wenn es darum geht, Qualität zu erzeugen. Da wäre einerseits der Rebberg. Da dem Biowinzer weniger Mittel zur Krankheits- und Schädlingsbekämpfung zur Verfügung stehen als seinem konventionell arbeitenden Kollegen, muss er die Reben besonders gründlich im Auge behalten. Und Rebstöcke, die so gehätschelt werden, schenken ihrem Fürsorger meist auch gutes Traubengut. Doch ein Wein entsteht auch im Keller. Und wenn sich ein Winzer, bio oder nicht, dort ungeschickt anstellt, wird er seine Kunden mit dem Resultat nicht entzücken. Eine andere Frage ist, ob Biowein der Umwelt gut tut. Ganz klar: ja. Doch auch hier gilt Vorsicht: Ich kenne jede Menge konventionelle Winzer, die ganz ohne Biolabel sehr umsichtig mit Rebe und Boden umgehen.

Was aber heisst «bio» eigentlich genau? Das erfahren Sie im Video.

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