Ein Lob auf den Riesling-Silvaner

Diese Urschweizer Sorte ist für Überraschungen gut.

Neulich war ich zu einer grossen Verkostung von Riesling-Silvanern eingeladen. Achtung, der Name täuscht. Bei dieser Traube handelt es sich nicht, wie man früher dachte, um eine Kreuzung aus Riesling und Silvaner, sondern vielmehr aus Riesling und Madeleine Royal.

In Deutschland nennt man die Rebe auch Müller-Thurgau, und das wiederum ist ein absolut passender Name, denn gezüchtet wurde sie im Jahr 1882 von Hermann Müller-Thurgau aus dem Kanton Thurgau. Aber ich schweife ab.

Was ich Ihnen eigentlich erzählen wollte, ist, welch absolut verblüffende Spitzengewächse ich an diesem Tag probiert habe. Sagt man nicht, Riesling-Silvaner sei ein simples Terrassenweinchen? Von wegen! Die Probe reichte von knochentrockenen Charakterweinen bis zu süssen Elixieren. Ganz besonders ist mir ein 1983er im Gedächtnis und am Gaumen geblieben.

Ich kann Sie also nur ermutigen: Entdecken Sie den Riesling-Silvaner neu. Dieser Wein kann was.

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