Rebsortenkunde Chardonnay: Erste Sahne

Von Chardonnay kann man nicht reden, ohne einen Abstecher in die Küche zu machen.

Kennen Sie Chardonnay? Wahrscheinlich besser, als Sie denken. In Europa bleibt er gerne incognito und verbirgt sich hinter anderen Namen. So werden etwa sämtliche weissen Burgunder aus Chardonnay gekeltert. Und auch viele Champagner enthalten einen Anteil dieser Traube.

Der Chardonnay eignet sich ganz hervorragend für die Reife im Holzfass. Er wird dann unvergleichlich rund und komplex, zeigt edle Röstnoten und viel Schmelz.

Solche Weine passen traumhaft gut zu Gerichten mit Butter und Sahne. Etwa zu dieser Spezialität aus dem Burgund: ein glückliches Freilandpoulet, von der Marktfrau in Stücke zerteilt, mit fein gehackten Schalotten und zwei, drei Lorbeerblättern goldbraun anbraten (in Butter!), mit Weisswein ablöschen (mit Burgunder!) und dann sanft in einer Mischung aus Bouillon und Rahm garschmoren. Burgundische Diät sozusagen.

Keine Frage: Ein grosser Chardonnay ist etwas Superbes. Er zählt zu den edelsten Rebsorten der Welt – aber nur, wenn er von Kennerhand gekeltert wird.

Darum mein Tipp: Sparen Sie nicht am Chardonnay und investieren Sie ruhig in ein etwas teureres Exemplar.

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