Weinkaraffen: Dafür sind sie gut

Eine Weinkaraffe kann Ihr feines Tröpfchen erst richtig zur Geltung bringen – oder es um die Ecke bringen!

Wäre es nicht schön, wenn Wein sprechen könnte? Dann könnte er seinem Besitzer ganz genau mitteilen, wie dieser mit ihm zu verfahren habe: in die Karaffe geben oder lieber nicht? Wenn ja, wie lange? Und welche Form sollte das gute Stück haben? Das alles hat nämlich ganz gewaltige Auswirkungen auf den Wein. Da wir aber wahrscheinlich lange darauf warten können, dass der Wein das Wort ergreift, habe ich hier ein paar Faustregeln für Sie. Wenn der Tropfen noch jung und verschlossen ist (Erkennungszeichen: Er macht beim Probieren kräftig Pelz auf der Zunge und zeigt nur wenig Frucht) tut ihm ein Aufenthalt an der frische Luft garantiert gut. Genau das leistet nämlich die Karaffe: Sie bringt den Wein in Kontakt mit Sauerstoff und lässt ihn atmen, die Aromen können sich entfalten, und die Tannine werden geschmeidig.
 
Logisch also auch, dass die Karaffe möglichst breit sein sollte, damit möglichst viel Wein mit möglichst viel Luft in Berührung kommt. Wozu aber gibt es dann die schlanken, hohen Karaffen, die man manchmal sieht? Nun, diese sind für alte Weine gedacht. Man füllt sie in diese Art der Karaffe, um sie vom Bodensatz zu trennen. Dafür sollte man nie ein zu bauchiges Modell wählen. Denn da reife Gewächse bereits sehr entfaltet sind, kann ihnen viel Sauerstoff einen regelrechten Schock versetzen. Mehr Tipps rund ums Karaffieren von Wein sehen Sie im Video. Und wie das Trennen vom Bodensatz funktioniert, zeige ich Ihnen ein anderes Mal.

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