Rebsortenkunde Heida: Das Schweizer Original

Wenn sie mich fragen, hat sie das Zeug zu ganz Grossem: die Heida-Traube.

Üblicherweise halten sich Rotweine länger als Weissweine. In der Schweiz aber gibt es gleich mehrere weisse Sorten, die diese Regel eindrücklich auf den Kopf stellen. Eine davon ist die Heida-Traube. Im französischsprachigen Wallis kennt man sie auch als Païen, in Genf wiederum heisst sie Savagnin Blanc. Schon in ihrer Jugend überzeugt sie mit einem reichen Aromenstrauss von Zitrus und exotischen Früchten. Richtig interessant aber wird sie mit der Reife.
 
Dann entströmt dem Glas ein verführerisches Honigaroma, gepaart mit leicht rauchigen Anklänge und einer nussigen Note, die ich persönlich besonders liebe. Ein fantastischer Ort, um gereifte Heida-Weine zu probieren, ist übrigens das Château de Villa in Sierre. Im Restaurant geniesst man das beste Raclette weit und breit (ja, auch im Frühling und Sommer, das macht den Wallisern bekanntlich gar nichts), und die Weinkarte hält rund 650 Walliser Kreszenzen bereit, darunter Heida bis zurück ins Jahr 1996. Ein Ausflug, der sich lohnt!

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