So kommt die Farbe in den Rotwein

Beim Wein ist es wie beim Menschen: Aussehen – zum Beispiel die Farbe – ist nicht alles. Was zählt, sind die inneren Werte.

Wie kommt die Farbe in den Rotwein? Die Frage ist gar nicht so banal, wie sie sich anhört. Denn wie ich Ihnen im dieswöchigen Video zeige, reicht es nicht aus, einfach rote Trauben zu pressen. Das können Sie ganz einfach zuhause ausprobieren. Die Farbe sitzt nämlich nicht im Fruchtfleisch, sondern in den Beerenhäuten. Damit sie in den Wein übergeht, muss dieser mitsamt den Schalen vergoren werden. Dabei ist nicht jede Traube gleich.
Es gibt Rebsorten, die auf natürliche Weise reich an Anthocyanen sind (so heissen die roten Farbstoffe im Wein), während andere von Natur aus etwas blässlich daherkommen. Oft wird die Farbe für ein Qualitätsmerkmal gehalten – ein grosser Fehler. Denn ein hellroter Pinot Noir kann unter Umständen viel mehr Finesse haben als ein dunkler Malbec. Darum: Beurteilen Sie den Wein nicht nach dem Äusseren!

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