Warum legt man Wein ins Fass?

Der Barriquekeller ist oft das Vorzeigestück des Winzers. Aber was macht das Holz eigentlich mit dem Wein?

Nicht selten wird es Leuten beim Anblick von Weinfässern ganz romantisch zumute. Und auch ich muss zugeben, dass ich nach 15 Jahren in der Weinbranche immer noch gerne in einen Barriquekeller komme und den Duft von Holz rieche. Ursprünglich aber waren Weinfässer etwas rein Praktisches, nämlich schlicht und einfach der beste Weg, Wein zu transportieren. Flaschen und Korken wurden erst im 17. Jahrhundert erfunden, und dann dauerte es nochmals 200 Jahre, bis man sie maschinell, also in grosser Menge herstellen konnte.
Sehr lange Zeit ging Wein demnach in Fässern auf Reisen. Daher übrigens auch die Grösse des Barrique-Fasses, in welches 225 Liter Wein passen: Genau dieses Gewicht konnte ein erwachsener Mann alleine rollen. Nun haben Glas und Holz aber einen entscheidenden Unterschied: Glas ist geschmacksneutral, während das Holz geschmacklich auf den Wein wirkt –und zwar meistens positiv. Das ist einer der Gründe, warum Holzfässer auch heute noch im Gebrauch sind. Transportiert wird darin nichts mehr, stattdessen aromatisieren sie den Wein. Wie das funktioniert, wonach der Wein dann schmeckt und was das Holz sonst noch kann, das zeige ich Ihnen im Video.

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