So entstehen Barriques

In der Schweiz gibt es nur noch ganz wenige Küfer, also Fassmacher. Für den dieswöchigen Beitrag habe ich einen davon besucht.

Der Dreh für das aktuelle «Weinlatein»-Video hat mich wieder mal daran erinnert, warum ich Journalistin geworden bin: wegen der Begegnungen. Wann hat man sonst schon mal die Gelegenheit, einen Küfer in fünfter Generation zu treffen? Martin Thurnheer wurde das Handwerk quasi in die Wiege gelegt. Seine Familie stellt in Berneck an der Grenze zu Österreich bereits seit 1854 Fässer her. Ähnlich ist es bei Roland Suppiger in Küssnacht am Rigi, den ich bei der Recherche für den Beitrag ebenfalls besuchen durfte. Schon sein Vater, Grossvater und Urgrossvater waren Küfer. Beide Männer haben mir übrigens das Gleiche erzählt: Sie arbeiten fast ausschliesslich mit Schweizer Eiche. In der Weinwelt gelten gemeinhin Barriques aus Frankreich als Mass der Dinge. Was viele jedoch nicht wissen: Die französischen Küfereien kommen ihr Holz oft klammheimlich in der Schweiz holen! Na, wenn das kein Qualitätsausweis ist.

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