Der Wein für Tannin-Affine: Tannat

Tannine (von franz. tanin Gerbstoff; auch bekannt als kondensierte Proanthocyanidine). Foto: Wikimedia Commons

Tannat ist kein Wein, sondern eine Mutprobe. Es gibt kaum eine Rebsorte, die mehr Tannin enthält. Selbst wenn Sie meinen, das nicht zu mögen: unbedingt probieren!

Ich hatte das Glück, meinen ersten Tannat zu einem bildschönen, perfekt gegrillten, mit Olivenöl bepinselten und Meersalz bestreuten Entrecôte zu trinken. Und das rate ich Ihnen auch. Denn die geballte Ladung Tannin, die in dieser Traube steckt, macht den Wein nicht gerade zum «Easy-Drinking»-Tropfen. Darum braucht es einen Speisepartner, der diesem Krafktpaket Paroli bieten kann. Aber selbst ich, die es in Sachen Tannin eher zurückhaltend mag, liebe Tannat. Denn gute Exemplare zeigen neben den Gerbstoffen, denen sie ihren Namen verdanken, auch eine überaus delikate Frische und feine Würze. Wo gibt es so was? Vor allem im Südwesten Frankreichs, genauer gesagt in Madiran und Cahors. Haben Sie schon mal Tannat getrunken? Dann erzählen Sie mir, wie Sie ihn fanden. Ich bin gespannt!

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